Gebrauchtwagenkauf im Internet – Tipps und Tricks

Fast jeder kennt die Situation: man fährt mit dem in die Jahre gekommenen Fahrzeug zur jährlichen TÜV-Überprüfung und die Experten der Werkstätte stellen grobe Mängel fest. Um die Prüfplankette für ein weiteres Jahr zu bekommen, wären Reparaturarbeiten im Wert von mehreren tausend Euros nötig. In vielen Fällen lohnt es sich nicht, so viel Geld in das Auto zu investieren. Kaum jemand hat so viel Geld zur Seite gelegt, um sofort einen Neuwagen bestellen zu können. Daher entscheiden sich viele für einen Gebrauchtwagen.

Gebrauchtwagensuche – so einfach wie nie zuvor

Wer vor einigen Jahren noch einen übertragenen Wagen suchte, hatte eine zeitintensive Prozedur vor sich. Man kaufte sich Autozeitungen und durchforstete die Anzeigen in den Tageszeitungen nach passenden Modellen. Außerdem war es notwendig, einen Händler nach dem anderen aufzusuchen und nach Gebrauchtwagen zu suchen. Seit dem Anfang des 21. Jahrhunderts hat sich die Suche dank Internet entscheidend verändert. Während im Jahr 2001 gerade einmal 37 Prozent aller Deutschen das Internet regelmäßig nutzten, waren es 2016 bereits fast 80 Prozent.  Wer Gebrauchtwagenhandel im Internet spart eindeutig Zeit und meist auch Geld. Man kann sich zu jeder Tageszeit vor den PC oder Laptop setzen und nach einem passenden Wagen suchen. Dabei ist man nicht von den Öffnungszeiten der Händler oder von den Erscheinungsdaten der Autozeitschriften abhängig.

Tipps für die Suche

Wer bereits ungefähr weiß, welche Fahrzeugmarken und –typen in Frage kommen, wir schneller zum Wunschfahrzeug kommen.

Die Gebrauchtwagenportale bieten unzählige übertragene Autos, daher macht es Sinn, bestimmte Suchkriterien einzuschränken, dazu zählen zum Beispiel

  • Preisspanne
  • Baujahr bzw. Erstzulassung
  • Anzahl der gefahrenen Kilometer
  • Antrieb: Benzin, Diesel, Elektro
  • Marke und Modell
  • Aufbauart: Kombi, SUV, Limousine etc.

Wer nach bestimmten Ausstattungsmerkmalen filtern möchte, bedient sich am besten der Detailsuche. Dabei ist es möglich, gezielt nach Autos mit Klimaanlage, eingebautem Navigationssystem, Boardcomputer, Allradantrieb, Anhängekupplung und vielen weiteren Merkmalen zu suchen. Außerdem ist dringend zu empfehlen, den Suchradius einzuschränken. Kaum jemand hat genügend Zeit, für die Besichtigung eines Fahrzeugs mehrere hundert Kilometer zu fahren. Wer nicht sicher ist, ob der angebotene Wagen seinen Preis wirklich wert ist, findet im Internet auch Hilfe dazu. Ist man Mitglied eines Automobilclubs, kann man die Experten kontaktieren. Der Wert eines Fahrzeugs hängt nicht nur vom Baujahr, sondern auch von den bereits zurückgelegten Kilometern und vom Wartungszustand ab.

Gebraucht oder Händler?

Auf den Gebrauchtwagenplattformen im Internet bieten sowohl Privatleute als auch Händler Autos an. Oft wirken die Angebote von privaten Verkäufern günstiger. Allerdings sollte man sich der Tatsache bewusst sein, dass private Verkäufer in der Regel jede Form der Gewährleistung ausschließen können. Man übernimmt den Wagen „wie besichtigt“, unterschreibt den Kaufvertrag, überweist das Geld und nach Erledigung der Formalitäten wie der Anmeldung der Behörde fährt man los. Zeigen sich nach wenigen Kilometern Probleme an der Kupplung oder am Fahrverhalten, bleibt man auf den kostspieligen Reparaturarbeiten sitzen. Anders wenn man ein Auto von einem Händler kauft. Für ihn gilt nämlich die gesetzlich vorgesehene Gewährleistungspflicht von zwei Jahren. Tritt nach der Übernahme ein Mangel auf, kann man den Verkäufer damit konfrontieren. Doch Achtung, Verschleißteile sind in der Regel von der Gewährleistung ausgenommen, darunter fallen zum Beispiel die Reifen, die Batterie oder die Bremsen. Innerhalb der ersten sechs Monate nach der Übernahme liegt die Beweispflicht beim Verkäufer. Innerhalb dieser Frist muss der Händler nachweisen, dass der Mangel bei der Übergabe noch nicht bestanden hat.

Traumauto im Internet gefunden – was nun?

Um die Suche nach einem Gebrauchtwagen nicht unnötig in die Länge zu ziehen, sucht man am besten drei oder vier Fahrzeuge aus, die in die engere Auswahl kommen. Wichtig ist die Anzeige genau zu lesen und am besten auch die veröffentlichten Fotos zu studieren. Als nächsten Schritt kontaktiert man den Verkäufer und fragt ob der Wagen überhaupt noch verfügbar ist. Im Erstgespräch sind schon erste Fragen zu klären wie zum Beispiel wann die nächste Überprüfung vorgesehen ist oder ob auch Winterreifen zur Verfügung gestellt werden. Kommt das Auto nach dem Erstkontakt immer noch in Frage, macht man einen Besichtigungstermin aus. Im Idealfall sieht man sich das Fahrzeug bei Tageslicht an. Dann fallen nämlich Unterschiede bei der Lackierung oder Kratzer mehr auf als bei künstlicher Beleuchtung.

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